Historische Ereignisse und tägliches Leben im Paris des 15. Jahrhunderts
Ein frühes Beispiel für Geschichtsschreibung aus der Sicht eines direkt Beteiligten ist das "Journal d' un bourgeois de Paris" mit der ersten Eintragung im Jahr 1405 und der letzten 1449. Paris, spätestens seit dem 17. Jahrhundert das Zentrum Frankreichs und seiner Kultur, erweist sich dort als ein vom Hundertjährigen Krieg, von Seuchen und Hungersnöten heimgesuchtes Quartier, geschildert aus der Perspektive eines namenlosen Klerikers.
Im Konzert sollen Ausschnitte aus dieser Quelle, in der häufig auf Musik Bezug genommen wird, abwechselnd mit zeitgenössischen Kompositionen dargeboten werden.
Zu den Komponisten zählen Guillaume de Machaut, Johannes Ciconia, Robert Morton, John Dunstable, John Bedingham und Guillaume Dufay. Anonyme Stücke sind „Tuba gallicalis“, „Molendinum de Paris“ und „Auxce bon youre delabonestren“.
Für John Bedinghams „Mon seul plaisir“ gilt auf Grund ikonographischer Evidenz die Aufführung durch eine „Alta“ Besetzung als wahrscheinlich. Dementsprechend werden im Konzert dieses und andere Werke mit Schalmei, Altpommer und Zugtrompete aufgeführt.
Ergänzt wird das Ensemble durch Gesang und Zupfinstrumente.
Singstimme (Sopran oder Alt)
Schalmei, Pommer, Zugtrompete/Posaune, Harfe und Sprecher
Leitung: Katharina Bäuml