Eine Wiederentdeckung lange vergessener Musikschätze aus dem Erzgebirge
„[…] Zusammen mit dem virtuosen und gepflegten Spiel von Schalmei, Pommer, Dulzian, Flöte und Gesang wurden die Zuschauer für etwa 90 Minuten in die Welt des 16. Jahrhunderts geleitet. [...]" Leinezeitung
"[...] Das Zusammenwirken von Singstimmen und Blasinstrumenten lässt – bei der gebotenen mitteltönigen Intonation – einen Gesamtklang von geradezu überirdischer Schönheit entstehen. Es ist eine der beeindruckendsten Einspielungen von Vokalpolyphonie der letzten Jahre, zudem noch hervorragend aufgenommen." "Renaissancemusik in Vollendung" RBB Kulturradio am Mittag
Die St. Annenkirche zu Annaberg im Erzgebirge gehört mit ihrem Netzwerkgewölbe ohne Zweifel zu den Kostbarkeiten der deutschen Spätgotik. Diese Kirche ist jedoch nicht nur architektonisch bedeutsam, sondern auch musikalisch: Sie beherbergte unter anderem vergessene Chorbücher aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die heute in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden aufbewahrt werden.
Darin findet man Werke von Heinrich Finck, Thomas Stolzer und Alexander Agricola ebenso wie Kompositionen von Antoine Brumel, Heinrich Isaac, Jacob Obrecht, Josquin Desprez, Loyset Compere und Pierre de la Rue. Das Besondere jedoch ist eine Vielzahl von anonymen Kompositionen, die wertvollen Aufschluss über die europäische geistliche Musikpraxis der Renaissance bieten.
Capella de la Torre hat den vergessenen Kompositionen nachgespürt und einen bedeutenden Teil davon zum ersten Mal herausgegeben. Nach 400 Jahren kann so endlich wieder ein Einblick in die Klangwelt der Annaberger Chorbücher gewonnen werden.